• FCO
    FCO
  • 1. Mannschaft 16/17
    1. Mannschaft 16/17
  • 2. Mannschaft 16/17
    2. Mannschaft 16/17
  • Frauen 16/17
    Frauen 16/17

Der Spieler Vodola wird zum Politikum

FUSSBALL: FCO will den Verband einschalten

VON EGON BIEBER

Bad Oeynhausen. Frust, Ärger und Enttäuschung. Das ist ein emotionaler Mix, der den Adrenalin-Pegel ansteigen lässt. In dieser Gefühlswelt wandeln einige Entscheidungsträger beim FC Bad Oeynhausen, wenn sie auf den Fußballer Gianfranco Vodola angesprochen werden. Team-Manager Lars Hauptmeier teilte Mitte Februar der heimischen Presse mit, dass der 21-jährige Offensivspieler im Sommer vom Bezirksligisten auf der Lohe zum Noch-Westfalenligisten in die Badestadt wechselt.

„Dann wurde gemunkelt, dass er doch nicht kommt, doch auf diese Gerüchte haben wir nichts gegeben“, sagt Lars Haupmeier. „In der Lokalsport-Ausgabe am vergangenen Montag konnten wir im Artikel über die Trainer- und Spieler-Vorstellung beim TuS Lohe dann lesen, dass Vodola beim Bezirksligisten zugesagt habe und nicht zu uns wechselt. Das hat uns doch arg irritiert.“ Daraufhin haben Trainer Rolf Kuntschik, der 1. Vorsitzende Dirk Göhner und Team-Manager Lars Hauptmeier vom FCO die Köpfe zusammen gesteckt, wie diese Personalie weiter behandelt werden soll. Hauptmeier versuchte Gianfranco Vodola per Handy beziehungsweise sms zu erreichen, hatte bis gestern Abend aber keine Rückantwort erhalten. Kuntschik hatte ebenfalls eine sms geschickt und auch keine Antwort erhalten. „So geht das nicht, dass Spieler erst zusagen und dann nichts mehr davon wissen wollen. Wir werden uns als Verein an den Fußball-Verband wenden, damit die handeln, in welcher Form auch immer“, sagt Lars Hauptmeier, und Rolf Kuntschik stimmt ihm voll zu.

„Ich finde das total verwerflich und charakterlos. Das kann nicht im Sinne des Sports sein und darf nicht Schule machen, dass so ein Schnösel einen verarscht. Mit RW Kirchlengern vor einem Jahr soll es auch so gelaufen sein. Das ist absolut das Allerletzte. Als Verein verlässt sich man sich auf die Zusage bei der personellen Planung für die nächste Saison – und steht dann im Regen. Der Verein sollte über den Verband alle Hebel in Bewegung setzen, um abzuklären, wie gegen solche Auswüchse, das Spieler einen an der Nase herumführen, vorzugehen ist“, schimpft Rolf Kuntschik.

Der 1. Vorsitzende und aktuell Trainer des Bezirksligisten TuS Lohe sagte auf Anfrage der Neuen Westfälischen, dass er vom Interesse des FCO an Vodola gewusst habe, aber der Spieler den Lohern bereits zuvor die Zusage für eine weitere Saison gegeben und dem FCO abgesagt habe. Aber wie ist es zwischen Vodola und dem FCO eigentlich gelaufen? Getroffen haben sich Rolf Kuntschik und Lars Hauptmeier mit Gianfranco Vodola und seinem Vater im Februar in der Gaststätte New Orleans in Bad Oeynhausen. „Dort haben uns beide per Handschlag und mündlich zugesichert, dass der Spieler im Sommer zu uns wechselt“, erinnern sich Hauptmeier und Kuntschik ganz genau an diesen Abend. „Mit Manuel Hejlek ist es ähnlich gelaufen“, sagt Lars Hauptmeier. „Er hat uns nach dem ersten Gespräch abgesagt, und das haben wir dann auch so akzeptiert. Dann ist er aber noch einmal von sich aus auf uns zugekommen und wir haben die finanziellen Konditionen nachgebessert. Daraufhin hat Manuel Hejlek mir und Rolf Kuntschik dann telefonisch zugesagt, im Sommer zu uns zu wechseln. Drei Tage später sagt er mit den Worten ’Das kann ich Lohe nicht antun’ aber wieder ab. Was soll dieses Kasperle-Theater“, sagt der FCO-Team-Manager verärgert.