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Nur eine Halbzeit lang auf Augenhöhe

FUSSBALL-WESTFALENLIGA: FCO kassiert nach individuellen Fehlern die beiden ersten Gegentore

VON EGON BIEBER

Delbrück/Bad Oeynhausen. Fast eine Halbzeit lang überzeugte Fußball-Westfalenligist FC Bad Oeynhausen beim Delbrücker SC, doch nach dem ersten Gegentor in der 35. Minute gingen die Köpfe runter und nach dem 2:0 (43.) der Gastgeber noch vor der Pause war der Drops gelutscht. Am Ende stand ein verdienter 3:0-Sieg für das DSC-Team, das einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt machte.

„Bis zum ersten Gegentor haben wir die Begegnung komplett offen gestaltet und hatten sogar die bessere Spielanlage, ohne uns allerdings zwingende Torchancen heraus zu spielen“, resümierte Trainer Rolf Kuntschik. „Die Delbrücker waren die optisch überlegene Mannschaft, aber ihnen ist bis zur Führung wenig eingefallen. Und dann wird ein individueller Fehler von uns erneut gleich bestraft, schon wie in der gesamten Saison. Beim 2:0 für den DSC stellen wir uns ebenfalls zu naiv an.“ Der Delbrücker Trainer Carsten Droll sah das Spielgeschehen in diesen ersten 45 Minuten etwas anders: „Das war von der Art und Weise her das beste Spiel unter meiner Regie, weil wir den Gegner 90 Minuten lang beherrscht haben.“ Für die zweite Halbzeit trifft das denn auch voll zu, „haben wir nach vorn nicht mehr stattgefunden“, sagte Rolf Kuntschik. „Wir haben keinen Zugriff mehr auf das Spiel bekommen, ohne Mumm und Selbstvertrauen agiert.“

Die Niederlage hätte sogar noch höher ausfallen können, boten sich den Gastgebern gleich mehrere knackige Einschussmöglichkeiten: Tim Dirkes und Meyer vergaben eine Doppelchance (54.), Benjamin Braune (56.) und erneut Meyer (60.) scheiterten ebenfalls, teils auch an FCO-Torwart Mirko Göhner, der für den am Magen-Darm-Virus erkrankten Stammtorhüter Armin Straßner zwischen den Pfosten stand und seine Sache gut machte. Marc Birkenhake setzte den Ball beim Strafstoß nur an die Latte (73.). Im Gegensatz zu den vielen glasklaren Torchancen in Roxel an Vatertag erspielte sich das Liga-Schlusslicht diesmal nur eine Halbchance über Alexander Hermann. Er schloss aber zu früh ab. „Ihm fehlt zurzeit das Selbstvertrauen. Automatismen, die bei ihm sonst wie im Schlaf klappten, sind weg“, sagte Kuntschik. Er war auch mit anderen Stammkräften nicht zufrieden.