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Ein Bischoff stiehlt allen die Schau

HINTER DEM FUSSBALLTOR: Emotionales Derby

Bad Oeynhausen. Dieser Bischoff machte den FCO II selig. Mit einem Tor aus dem Gewühl in der dritten Minute der Nachspielzeit sicherte Torwart Marc Bischoff dem Fußball-A-Ligisten FC Bad Oeynhausen II im Stadtderby gegen den SuS Wulferdingsen mit dem 2:2 einen Zähler. Die "Wölfe" haderten nach Spielschluss mit einer Vielzahl vergebener Torchancen.

 

SuS-Trainer Jörn Paulsen hatte ein Spiel mit vielen Phasen gesehen und war vom Start seiner Elf begeistert. "Wir waren in den ersten 20 Minuten unheimlich gut, haben den FCO II mit Fußball vom Allerfeinsten von einer Verlegenheit in die andere gestürzt. Wir kassieren dann nach einer Unstimmigkeit völlig überraschend das 0:1, fangen uns aber schnell wieder." Der Bruch im Spiel, so Paulsen weiter, kam dann nach etwa 25 Minuten. "Da haben wir dann aufgehört, Fußball zu spielen und nur noch lange Bälle geschlagen. Der FCO II hatte sich auch besser auf uns eingestellt", analysierte er das SuS-Spiel in dieser Phase schon kritischer. Und wie aus dem Nichts gingen die "Wölfe" dann in der Nachspielzeit mit 2:1 durch Torjäger Mirko Nuhanovic in Führung. Dann begann für Paulsen der Abschnitt "Fußball paradox", wie er es formulierte. "Mit der Führung im Rücken wollten wir die Partie in der zweiten Halbzeit dominant angehen. Doch was passiert? Wir kriegen nichts auf die Kette. Der FCO II wurde besser, war engagierter und blieb besser im Spiel. "Aber", Paulsen atmet einmal tief durch, "wir kriegen dennoch Chancen in Hülle und Fülle, teilweise von ihnen aufgelegt", stöhnte der Trainer. Doch weder Torjäger Mirko Nuhanovic, noch Helmut Holz oder Thomas Peters (das Tor war nach einem Bischoff-Patzer frei, er schoss drüber) verwandelten ihre Großchancen zum 3:1. Möglichkeiten und Räume hatten die "Wölfe" gegen einen nun zunehmend aufmachenden FCO II en masse, doch der letzte Trumpf lag beim nie aufsteckenden FCO II.

Trainer Philipp Topp ging leidenschaftlich mit, er lebte den Punktgewinn vor. Dann kam Bischoff! Topp war selig. Der FCO II bewies Nehmer-Qualitäten. SuS-Trainer Jörn Paulsen erinnerte aber auch an den derzeit engen Kader des SuS. Sie hatten nur zwei Auswechselspieler. Niclas Krömker, sonst für den SuS II in der B-Liga am Ball, kam zu einem Einsatz. Andere wie Sascha Nuhanovic spielten Grippe geschwächt, und Torwart Lukas Otto war leicht angeschlagen zwischen den Pfosten im Dienst. "Ein paar Punkte, so vier bis fünf, haben wir bisher liegen lassen. Vieles gleicht sich aber wieder im Verlauf einer Saison aus. Bei den Assyrern mussten wir zum Beispiel nicht gewinnen", sagte der SuS-Coach.

Am nächsten Samstag soll es nun ab 16 Uhr gegen die SV Eidinghausen-Werste gehen. Die Partie war am 10. November wegen Nichtbespielbarkeit des Rasenplatzes im "Loch" (stand nach dem Dauerregen in der Woche unter Wasser) abgesagt worden. Bei erneut Wetter bedingter Absage wird sonst eine Woche später auf dem Kunstrasenplatz in Werste gespielt und das Heimrecht getauscht. Der Punktgewinn am Sonntag war übrigens für die Topp-Elf eminent wichtig, geht es im Tabellenkeller sehr eng zu.

Marcel Strubel vom FCO II (blauer Dress) klärt vor dem Wulferdingsener Andre Zschunke.